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AG Film

Film am See 2026

n’arrêtez pas!


Alles ist, alle sind in stetiger Bewegung, physisch, politisch, psychisch, tektonisch. Und wenn wirdoch mal erschöpft innehalten: unser Planet dreht sich einfach weiter. Können wir nicht auch mal Ruhe geben? Nein, wir wollen was bewegen in diesem Leben und in dieser Gesellschaft, in diesen Zeiten. Denn wenn nicht wir was bewegen, dann werden wir
womöglich zur blossen Verfügungsmasse, überlassen Verwertungslogik, Kapital und Lobbyismus das Spielfeld.

Das Film am See am Ufer der Roten Fabrik war immer schon politisch und versucht es weiter zu bleiben. Weil wir was bewegen wollen, weil Ihr neue Perspektiven erleben wollt, weil Kultur nur in Gemeinschaft und Präsenz und Austausch funktioniert. Und vielleicht auch, weil es keinen schöneren Ort gibt für das bewegte Bild als unterm Wollishofer Sternenhimmel. (Zweimal wird auch der Vollmond vorbeigondeln.)

Unsere diesjährige Filmauswahl bewegt sich zwischen 1925 und heute, lässt Euch Stimmen aus Iran und Zambia hören, zeigt die Hoffnungen der Migration und den Horror von Frontex, erzählt von queerer Revolution und DIY-Punk. Und der alte Bäckermeister Zürrer hadert mit der Veränderung seines Langstrassenquartiers – das klingt doch wohl recht aktuell.

Wir freuen uns also, wenn Ihr wieder eine Zürcher Bewegung zu uns an den See bildet. In revolutionärem Feuer oder aus kulturellem Interesse, mit grossem Bier oder kleinem, auf jeden Fall aber mit einem zielgenauen Wurf ins Kollektenglas (oder Klick auf den QR-Code). Denn Bewegung kostet Kraft und Zeit und Geld, und ohne Euren Beitrag steht der Projektor still.

In diesem Sinne: n’arrêtez pas!


Finanzielle Zugänglichkeit

Uns ist es wichtig, dass alle Menschen einfach und unkompliziert an unseren Filmabenden teilhaben können. Das Film am See funktioniert daher seit langer Zeit ohne Vorverkauf oder Tickets, und diese Tradition möchten wir auch weiterhin so aufrechterhalten. Wir sind dafür aber wie immer auf die Kollekte angewiesen. Wir freuen uns sehr über jeden Beitrag, den Ihr dafür leisten könnt.

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Film am See

Das «Film am See» wird von der AG Film organisiert und ist das älteste Open-Air-Kino Zürichs.

Anfang Sommer 1984 entstand die Idee, am Ufer des Zürichsees unter den Mammutbäumen Filme vorzuführen. Kein einfaches Unterfangen – bewegte sich ein Open-Air-Kino in Zürich damals doch noch weitgehend auf Neuland. Mangels Aufführungsbewilligung war es zeitweise sogar untersagt, mit offiziellen Filmtiteln zu werben. So wurde etwa «Last Tango in Paris» als «Brandos letzter Tanz in der französischen Hauptstadt» angekündigt.

Heute hat sich «Film am See» als fester Bestandteil des Zürcher Kultursommers und als eine der prägenden Veranstaltungen der Roten Fabrik etabliert. Mit einem sorgfältig kuratierten Programm, gemeinschaftlicher Atmosphäre und der besonderen Lage direkt am Wasser schafft die AG Film jeden Sommer einen offenen und niederschwelligen Ort für Kino, Austausch und Begegnung. Bei schlechtem Wetter besteht zudem die Möglichkeit, in einen der Veranstaltungsräume auszuweichen.

Das Film am See findet im Juli und August jeweils am Donnerstag statt, Filmstart ist ab Sonnenuntergang. 

Offene Leinwand

Jeden Frühling und jeden Herbst findet in der Roten Fabrik die «Offene Leinwand» als Plattform für LiebhaberInnen von aussergewöhnlichen filmischen Kleinproduktionen statt.

Ganz gleich ob Experimentalfilm, Fanfilm, Trickfilm, Splatterfilm oder Homemovie – im Rahmen der ‘offenen Leinwand’ können Produktionen gezeigt werden, die sich durch die Begeisterung am Filmen, dem fehlenden Zwang zum kommerziellen Erfolg und eine Einfachheit an technischen Mitteln auszeichnen.

Grundgedanke ist dabei nichtprofessionellen NachwuchsfilmerInnen ein Forum anzubieten, welches über den Videoabend im Freundeskreis hinausgeht.


Kontakt

Für Anfragen für die AG Film wendest du dich gerne an konzept@rotefabrik.ch - wir leiten dein Anliegen gerne weiter.



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